Menschen · Mecklenburg-Vorpommern
Als der letzte Arzt in Rente ging, kam die Praxis fortan zu den Patienten
In einer dünn besiedelten Region fährt eine umgebaute Praxis im Bus von Dorf zu Dorf. Am Steuer und am Stethoskop: eine Ärztin, die nicht wollte, dass hier jemand vergessen wird.
Medizinische Versorgung auf dem flachen Land · Redaktion · 6 Min. Lesezeit
Dienstags um acht steht der Bus auf dem Dorfplatz, wo früher der Markt war. Drinnen: ein Behandlungsraum, ein Wartebereich, alles, was eine Praxis braucht, nur eben auf Rädern.
Die Ärztin hätte es sich leichter machen können, in der Stadt, mit festen Wänden. Sie entschied sich für den Bus. „Die Leute hier sind alt geworden mit ihrem Land“, sagt sie. „Da fahre ich eben zu ihnen.“
Es ist keine Lösung für alles. Aber für die Frau mit dem schlechten Bein, die sonst zwei Stunden mit dem Bus fahren müsste, ist es genau die richtige.